Meine Erfahrungen mit Coinfinity
Coinfinity macht den Bitcoin-Kauf mit Selbstverwahrung einfach. Besonders praktisch sind die SmashBuy-Funktion und die Lightning-Integration. Bei Zahlungen aus der Schweiz lohnt sich aber ein genauer Blick.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Coinfinity?
Coinfinity ist ein auf Bitcoin spezialisierter Broker aus Österreich.
Über die App oder das Webportal kannst du Bitcoin kaufen und verkaufen. Die gekauften Coins werden direkt an deine eigene Wallet gesendet.
Hinter dem Angebot steht die Coinfinity GmbH mit Sitz in Graz. Das Unternehmen ist seit 2014 am Markt und ist damit der älteste Bitcoin-only-Anbieter im deutschsprachigen Raum.
Der Ansatz ist einfach: Du bezahlst per Banküberweisung und erhältst dafür Bitcoin auf eine Wallet, deren private Schlüssel du selbst kontrollierst. Dafür kannst du entweder die integrierte Mobile-Wallet verwenden oder eine externe Wallet wie die BitBox02 hinterlegen.
Ich habe Coinfinity selbst genutzt. Besonders interessant sind für mich die automatische Auszahlung auf die eigene Wallet und die Sparplan-Funktion. Wie gut sich das Angebot für dich eignet, hängt allerdings auch von den Gebühren und deiner Zahlungswährung ab.
Coinfinity
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Funktionen der Coinfinity App
Die Coinfinity App ist für iOS und Android verfügbar. Zusätzlich gibt es ein Webportal, über das du deine Käufe und Sparpläne am Computer verwalten kannst. Das ist vor allem dann praktisch, wenn du dort auch deine Hardware-Wallet nutzt.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- SmashBuy-Funktion
- Bitcoin-Sparpläne einrichten
- Bitcoin kaufen und verkaufen
- Bitcoin direkt in eine Lightning-Wallet kaufen
- Support per Chat, E-Mail oder Telefon kontaktieren
- Bitcoin mit der Mobile-Wallet senden und empfangen
- Bitcoin in der integrierten Mobile-Wallet selbst verwahren
- Käufe direkt auf die eigene Hardware-Wallet auszahlen lassen
Coinfinity richtet sich vor allem an Menschen, die langfristig Bitcoin ansparen möchten. Du brauchst dafür weder ein Orderbuch zu bedienen noch zwischen Hunderten von Kryptowährungen zu wählen. Statt umfangreicher Trading-Funktionen stehen der Kauf und die anschliessende Selbstverwahrung im Mittelpunkt.
Bitcoin-Sparplan auf die eigene Wallet
Einen Sparplan kannst du bei Coinfinity ab 21 € einrichten.
Du wählst die gewünschte Wallet aus und erstellst bei deiner Bank einen Dauerauftrag. Sobald eine Überweisung eintrifft, wandelt Coinfinity das Geld in Bitcoin um und schickt die Coins automatisch an deine Wallet.
Wenn du einen xPub hinterlegst, kann Coinfinity für jeden Kauf eine neue Empfangsadresse deiner Wallet verwenden. Deine Bitcoin landen weiterhin in derselben Wallet, werden auf der Blockchain aber nicht ständig derselben Adresse zugeordnet. Das ist besonders für einen Sparplan sinnvoll, den du über längere Zeit laufen lassen möchtest.
Coinfinity kann über den xPub allerdings die Transaktionen und Bestände des verknüpften Wallet-Kontos einsehen. Die wechselnden Adressen verbessern deine Privatsphäre gegenüber Aussenstehenden, machen dich gegenüber dem Anbieter aber nicht anonym.
Deine Bitcoin ausgeben kann Coinfinity mit dem xPub nicht.
Auch mehrere Sparpläne mit unterschiedlichen Wallets sind möglich. Jeder erhält eine eigene Zahlungsreferenz. Betrag und Häufigkeit steuerst du über den jeweiligen Dauerauftrag bei deiner Bank. Wenn du einen Sparplan pausieren möchtest, stoppst du die entsprechenden Überweisungen.
SmashBuy: Kurs vor der Überweisung fixieren
Bei einem Kauf per Banküberweisung entscheidet bei vielen Anbietern der Zahlungseingang darüber, zu welchem Kurs du Bitcoin erhältst. Zwischen deiner Kaufentscheidung und der Ausführung können deshalb ein oder zwei Werktage liegen.
Coinfinity bietet mit SmashBuy einen anderen Ablauf: Du bestätigst einen Einmalkauf und fixierst damit den aktuellen Kurs. Erst danach überweist du das Geld. Wie viele Bitcoin du erhältst, steht also schon vor der Banküberweisung fest. Steigt der Preis während der Banklaufzeit, bekommst du trotzdem die vereinbarte Menge Bitcoin. Fällt er, bleibt der vereinbarte Kurs ebenfalls bestehen. Die Kaufbestätigung ist verbindlich.
Diese Kursfixierung gilt für Einmalkäufe. Bei einem Sparplan wird der Kurs erst beim Eingang der jeweiligen Überweisung festgelegt.
Bitcoin über Lightning kaufen
Du kannst deine gekauften Bitcoin auch direkt in einer passenden Lightning-Wallet empfangen.
Das ist vor allem interessant, wenn du kleinere Beträge zum Bezahlen verwenden möchtest. Du sparst dir den Umweg, Bitcoin zunächst auf der Blockchain zu empfangen und anschliessend selbst zu Lightning zu übertragen.
Für diese Käufe benötigst du eine Lightning-Adresse. Möglich sind Beträge zwischen 10 € und 250 €.
Die Funktion steht für Einzelkäufe zur Verfügung, noch nicht für Sparpläne.
Die integrierte Coinfinity-Wallet und eine externe Lightning-Wallet sind dabei zwei unterschiedliche Dinge. Ob du deine Bitcoin auch in der Lightning-Wallet selbst kontrollierst, hängt von der gewählten Wallet ab.
Anleitung: Bitcoin kaufen mit Coinfinity
Für deinen ersten Kauf registrierst du dich in der Coinfinity App oder im Webportal und verifizierst deine Identität. Dafür stehen ein Ausweisdokument in Verbindung mit einer ersten Banküberweisung oder ein NFC-fähiger Reisepass zur Verfügung.
Anschliessend kannst du deinen ersten Kauf vorbereiten. Für reguläre Bitcoin-Käufe liegt der Mindestbetrag bei 21 €.
- Auf Kaufen klicken: Wähle in der unteren Menüleiste Handeln und klicke links oben auf Kaufen.
- Wallet auswählen: Erstelle eine Mobile-Wallet in der Coinfinity App oder hinterlege deine externe Wallet.
- Kaufbetrag festlegen: Gib den gewünschten Euro-Betrag ein.
- Angaben prüfen: Kontrolliere die Gebühren und die Menge Bitcoin, die du erhältst.
- Kauf bestätigen: Damit wird der Kurs fixiert und der Kauf verbindlich.
Danach musst du nur noch den angezeigten Betrag von deinem Bankkonto überweisen.

Nach dem Zahlungseingang werden deine Bitcoin an die ausgewählte Wallet verschickt. Eine normale SEPA-Überweisung dauert üblicherweise ein bis zwei Werktage. Mit SEPA Instant geht es schneller. Bei einer Auszahlung auf der Blockchain kommt anschliessend noch die Wartezeit bis zur Bestätigung der Bitcoin-Transaktion hinzu.
Um die BitBox02 zu verbinden, empfiehlt sich das Webportal am Computer. Du bestätigst die Verbindung über die BitBoxApp und deine Hardware-Wallet. Deine privaten Schlüssel bleiben dabei auf der BitBox.
Falls du beim Einrichten nicht weiterkommst, erreichst du den Kundendienst per Chat, E-Mail oder Telefon.
Sind meine Coins bei Coinfinity sicher?
Coinfinity setzt auf Selbstverwahrung.
Deine privaten Schlüssel werden vom Anbieter nicht für dich aufbewahrt. Das gilt sowohl für die integrierte Mobile-Wallet als auch für eine angeschlossene Hardware-Wallet.
Bei vielen klassischen Krypto-Börsen bleiben die gekauften Bitcoin zunächst beim Anbieter. Um selbst die Kontrolle zu übernehmen, musst du sie auf deine eigene Wallet auszahlen. Bei Coinfinity gehört diese Auszahlung bereits zum Kauf.
Sobald deine Bitcoin auf deiner Wallet angekommen sind, bist du für den Zugriff nicht mehr auf Coinfinity angewiesen. Du kannst sie auch dann verwalten und versenden, wenn das Unternehmen seinen Betrieb einstellt. Dafür liegt die Verantwortung für deine Wallet und das Backup bei dir.
Auch unter Bitcoin-only-Anbietern gibt es hier Unterschiede. Bei 21bitcoin werden die Coins beispielsweise standardmässig für dich aufbewahrt. Du kannst den Transfer auf deine eigene Wallet dort ebenfalls automatisieren. Coinfinity richtet seine Käufe dagegen von Anfang an auf die Selbstverwahrung aus.
Die integrierte Coinfinity-Wallet ist eine Software-Wallet auf deinem Smartphone. Ihre 12 Wiederherstellungswörter sind dein Backup, falls du das Gerät verlierst oder die App löschst. Dein Coinfinity-Login allein stellt die Wallet nicht wieder her, und der Support kann dir die verlorenen Wörter nicht zurückgeben.
Für grössere Beträge und die langfristige Aufbewahrung bevorzuge ich eine Hardware-Wallet.
BitBox02
Ich persönlich nutze die Hardware-Wallet BitBox02 zur Aufbewahrung meiner Bitcoin. Sie wird in der Schweiz hergestellt und ist vollständig Open-Source.
Coinfinity ist als Crypto-Asset Service Provider gemäss MiCAR zugelassen und wird von der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA beaufsichtigt. Deshalb gehören eine Identitätsprüfung und bestimmte Nachweise zum Kaufprozess.
So kann bei Käufen ab 1'000 € ein Nachweis erforderlich sein, dass du die externe Wallet selbst kontrollierst.
Die Gebühren bei Coinfinity
Bei Coinfinity setzen sich die Kosten aus der Servicegebühr und bei On-Chain-Transaktionen aus den Bitcoin-Netzwerkgebühren zusammen. Die reguläre Servicegebühr beträgt 1,5% und gilt für Käufe, Verkäufe und Sparplankäufe.
Nach Angaben des Anbieters wird kein Spread verrechnet. Es kommt also kein weiterer Gebührenaufschlag im Bitcoin-Kurs hinzu.
Für kleine Käufe gilt allerdings eine Mindestgebühr von 0,49 € pro Transaktion. Diese wird auch durch einen Empfehlungscode nicht reduziert.
Wenn Coinfinity deine Bitcoin auf der Blockchain auszahlt, fällt zusätzlich eine Netzwerkgebühr an. Der Anbieter reicht diese Kosten ohne eigenen Aufschlag weiter. Die Höhe hängt von der Auslastung des Bitcoin-Netzwerks ab und lässt sich deshalb nicht als fester Eurobetrag angeben.
Auch beim Verkauf aus deiner Wallet bezahlst du die Netzwerkgebühr.
Muss eine Transaktion wegen fehlerhafter Angaben von dir rückabgewickelt werden, kann eine Bearbeitungsgebühr von 5 € anfallen.
Die reguläre Servicegebühr liegt damit auf einem ähnlichen Niveau wie bei Pocket Bitcoin.
Für Sparpläne gibt es allerdings günstigere Angebote: Bei 21bitcoin fallen ab dem achten Tag keine Servicegebühren für Sparplankäufe an. Eine Auszahlung auf die eigene Wallet kostet dort pauschal 1'000 Satoshis.
Vorteile und Nachteile auf einen Blick
Für die Entscheidung sind vor allem die Auszahlung auf deine eigene Wallet, die verfügbaren Funktionen und die Gesamtkosten interessant. Hier findest du die wichtigsten Stärken und Schwächen von Coinfinity im Überblick:
Vorteile von Coinfinity ✅
- Fokus auf Bitcoin
- MiCAR-Zulassung
- App und Webportal
- Kein Spread laut Anbieter
- Einsteigerfreundlicher Bitcoin-Kauf
- Direkte Käufe in eine Lightning-Wallet
- xPub für wechselnde Empfangsadressen
- Sparpläne mit automatischer Auszahlung
- Integrierte Mobile-Wallet mit Selbstverwahrung
- Persönlicher Support per Chat, E-Mail und Telefon
- Direkte Auszahlung auf die eigene Hardware-Wallet
- Kursfixierung bei Einmalkäufen vor der Überweisung
Nachteile von Coinfinity ❌
- KYC-Verfahren erforderlich
- Reguläre Servicegebühr von 1,5%
- Online-Zahlung nur per Banküberweisung
- Mindestgebühr von 0,49 € pro Transaktion
- Keine fortgeschrittenen Trading-Funktionen
- Käufe nur in Euro, keine direkte Bezahlung in CHF
- Zusätzliche Netzwerkgebühren bei On-Chain-Transaktionen
Mein Fazit zu Coinfinity
Coinfinity passt aus meiner Sicht gut zu Leuten, die Bitcoin regelmässig kaufen und direkt selbst verwahren möchten. Die Stärke liegt für mich darin, dass sich der gesamte Ablauf bis zur eigenen Wallet automatisieren lässt.
Wenn mein Dauerauftrag läuft, möchte ich nicht bei jedem Kauf einen neuen Auftrag erstellen oder die Bitcoin anschliessend selbst auszahlen. Mit einer xPub-Anbindung sind dafür auch keine ständig wiederverwendeten Empfangsadressen nötig. Gerade für einen Sparplan auf meine BitBox02 finde ich diesen Ansatz sinnvoll.
Das Webportal ergänzt die App gut, weil sich Käufe und die Verbindung einer Hardware-Wallet auch am Computer erledigen lassen. Mit der Kursfixierung vor der Überweisung und den direkten Lightning-Käufen bietet Coinfinity zudem Funktionen, die über einen einfachen Bitcoin-Sparplan hinausgehen.
Der Komfort hat allerdings seinen Preis. Bei kleinen, häufigen Käufen fallen die Mindestgebühr und die On-Chain-Auszahlungskosten besonders ins Gewicht. Wer vor allem möglichst günstig Bitcoin ansparen möchte, sollte deshalb auch andere Angebote prüfen.
Für mich als Schweizer kommt die Abwicklung in Euro hinzu.
Wenn bei jeder Überweisung noch Kosten für den Währungswechsel oder die Auslandszahlung entstehen, gehören diese ebenfalls zum Kaufpreis. Für einen Sparplan direkt in Schweizer Franken finde ich andere Anbieter deshalb praktischer.
Wenn du in Euro sparst und deine Bitcoin von Beginn an auf einer eigenen Wallet halten möchtest, ist Coinfinity eine interessante Lösung.
Willst du Coinfinity ausprobieren?
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FAQ zu Coinfinity
Ist Coinfinity seriös?
Ja, Coinfinity ist ein etablierter Bitcoin-Broker mit Sitz in Graz. Das Unternehmen ist seit 2014 am Markt, verfügt über eine MiCAR-Zulassung und wird von der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA beaufsichtigt.
Wie hoch ist der Mindestbetrag bei Coinfinity?
Reguläre Bitcoin-Käufe und Verkäufe sind ab 21 € möglich. Für Lightning-Käufe liegt der Rahmen zwischen 10 € und 250 €. Bei kleinen Beträgen solltest du die Mindestgebühr von 0,49 € pro Transaktion berücksichtigen.
Welche Zahlungsmethoden unterstützt Coinfinity?
Du bezahlst per SEPA-Überweisung oder SEPA Instant von einem Bankkonto, das auf deinen Namen lautet. Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay, Twint und PayPal werden nicht unterstützt.
Kann ich direkt auf meine Hardware-Wallet kaufen?
Ja, du kannst eine Hardware-Wallet wie die BitBox02 hinterlegen und sowohl Einzelkäufe als auch Sparpläne direkt dorthin auszahlen lassen.
Was unterscheidet Coinfinity von anderen Bitcoin-only-Anbietern?
Coinfinity kombiniert die direkte Auszahlung in die Selbstverwahrung mit einem Webportal, einer integrierten Mobile-Wallet und einer xPub-Anbindung. Hinzu kommen die Kursfixierung vor der Banküberweisung (SmashBuy-Funktion) und Käufe direkt in eine Lightning-Wallet. Für die Nutzung stehen damit vor allem der einfache Bitcoin-Kauf und die eigene Aufbewahrung im Vordergrund.
Reviews und Erfahrungsberichte
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