Wer besitzt die meisten Bitcoin? (2026)

Wer hat am meisten Bitcoin? Hier zeige ich dir die Top 10!

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Wer besitzt die meisten Bitcoin? (2026)

Wer besitzt die meisten Bitcoin?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die Blockchain ist zwar transparent. Jeder kann einsehen, wer wem wie viel Bitcoin sendet. Aber die Adressen bestehen nicht aus Namen und Geburtsdatum, sondern aus einer kryptischen Kette von Zahlen und Buchstaben. Wer wirklich hinter einem Milliarden-Wallet steckt, bleibt oft ein gut gehütetes Geheimnis.

Wie dem auch sei: Unzählige Informationen und Bestände sind öffentlich verfügbar. Deshalb zeige ich dir heute die Top 10 Bitcoin-Halter.

Vor allem Platz 3 könnte dich überraschen.

Wer besitzt die meisten Bitcoin?

Eines vorweg: Ich habe nur die echten Besitzer berücksichtigt. Börsen und ETFs, die Bitcoin-Bestände lediglich treuhänderisch für ihre Kunden aufbewahren, habe ich bewusst weggelassen.

Schnall dich an. Wir starten mit Nummer 10:

10. MARA Holdings (38.689 BTC)

MARA Holdings ist ein börsennotiertes Unternehmen aus den USA und gehört zu den grössten Bitcoin-Minern weltweit. Etwa 5% der globalen Hashrate wird von MARA bereitgestellt.

Der Bestand von über 38.000 BTC hat es also selbst generiert.

Grundsätzlich verfolgte das Unternehmen eine Strategie des Haltens. Vor kurzem hat es diese jedoch angepasst. Im März 2026 verkaufte MARA über 15.000 BTC und kaufte mit dem Erlös Wandelanleihen zurück. Mit der gestärkten Bilanz will das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschliessen – vor allem im Bereich KI.

Ob MARA weiterhin eine Strategie des Haltens verfolgen wird, ist derzeit unklar.

9. Metaplanet (40.177 BTC)

Metaplanet ist wahrscheinlich Asiens bekannteste Bitcoin Treasury Firma. Sie ist an der Tokioter Börse gelistet und wurde ursprünglich als Medien- und Hotelunternehmen gegründet.

Seit 2024 verfolgt Metaplanet jedoch ein anderes Geschäftsmodell: Es nutzt Bitcoin als Reservewährung, um sich gegen den inflationierenden Yen abzusichern. Dabei finanziert es sich durch Kapitalerhöhungen und nutzt den Handel mit Derivaten, um ein Einkommen zu generieren.

Ziel ist es, die Bitcoin-Bestände pro Aktie zu steigern. Bis Ende 2027 möchte das japanische Unternehmen 210.000 Bitcoin besitzen – also 1% der jemals verfügbaren Coins.

Grafik von Metaplanet: Bis Ende 2027 will das Unternehmen 210.000 Bitcoin besitzen
Ziel Metaplanet: 210.000 BTC bis 2027

8. Twenty One Capital (43.514 BTC)

Twenty One Capital nutzt ein ähnliches Konzept wie Metaplanet. Nur dass es Cashflow nicht mit Derivatehandel erzeugt, sondern mit Finanzprodukten, die auf Bitcoin aufbauen. Das Unternehmen ist allerdings noch sehr jung und wurde erst 2025 gegründet. Viele Details sind daher noch unklar.

Mit Jack Mallers als CEO ist es aber schon mal vielversprechend.

7. Das Vereinigte Königreich (61.245 BTC)

Ja, du hast richtig gelesen. Das Vereinigte Königreich besitzt tatsächlich über 60.000 BTC. Diese wurden 2018 von der Londoner Polizei sichergestellt.

Zuvor hatte eine chinesische Unternehmerin über 100.000 Anleger betrogen. Sie versprach Kunden eine risikofreie Rendite von 100% bis 300%. Als ihre Betrugsmasche in China aufgeflogen ist, flüchtete sie nach Grossbritannien und versuchte, ihr illegal verdientes Geld zu waschen. Schliesslich wurde sie ertappt, weil sie den Herkunftsnachweis des Geldes nicht erbringen konnte. Seitdem ist die Täterin auf der Flucht.

Was das Vereinigte Königreich mit den Coins macht, ist weiterhin unklar. Ein Sprecher des Finanzministeriums betonte allerdings, dass Bitcoin als Reservewährung aufgrund seiner Volatilität ungeeignet sei.

Ich gehe deshalb von einem Verkauf aus.

6. Tether (96.253 BTC)

Tether ist das Unternehmen hinter USDT, dem weltweit bekanntesten Stablecoin. Wie andere Kryptowährungen kann der Stablecoin sekundenschnell übertragen werden, sein Wert ist jedoch 1:1 an den US-Dollar gekoppelt.

Dieses Geschäftsmodell ist genial: Tether gibt USDT aus, erhält US-Dollar und legt das Geld hauptsächlich in US-Staatsanleihen an. Dadurch erhält es Zinsen und erzielt damit einen riesigen Gewinn. Und mit "riesiger Gewinn" meine ich wirklich riesig. Tether ist eines der profitabelsten Unternehmen der Welt. Der Gewinn pro Mitarbeiter beläuft sich auf rund $33 Millionen.

Da das Unternehmen bis zu 15% seines Reingewinns in Bitcoin anlegt, werden die Bestände zukünftig wohl weiter wachsen.

5. Block.one (164.000 BTC)

Block.one ist ein Blockchain-Unternehmen, das die Kryptowährung EOS ins Leben gerufen hat. Ich will gar nicht zu sehr auf EOS eingehen. Denn sie hat in den letzten 5 Jahren über 99% an Wert verloren.

Wie auch immer: Der CEO Brendan Blumer hat selbst erwähnt, dass sein Unternehmen mehr als 140.000 BTC besitzt. Und in einer Pressemitteilung vom Juli 2021 hiess es, dass Block.one ganze 164.000 BTC bereitgestellt hat, um den Aufbau einer Krypto-Börse zu finanzieren.

Ob diese Angaben stimmen und wie viel davon heute noch übrig ist, ist unklar. Genauso ist unklar, ob der nächste Halter noch im Besitz der Bitcoin ist.

4. China (194.775 BTC)

Ende 2020 gingen die chinesischen Behörden gegen PlusToken vor. PlusToken war ein globales Schneeballsystem an dem über 2 Millionen Menschen teilnahmen. Dabei wurden den Mitgliedern Renditen von 9% bis 18% versprochen. Nicht erwähnt haben die Betrüger natürlich, dass diese nur mit den Geldern von neuen Investoren bezahlt werden konnten.

Bei einer Razzia beschlagnahmte China über 190.000 BTC. Während einige Analysten behaupten, dass die Coins bereits verkauft wurden, bezweifeln das andere.

3. Die USA (328.370 BTC)

In den vergangenen 6 Jahren haben die USA über 300.000 BTC beschlagnahmt. Und wenn ich sage "beschlagnahmt", meine ich nicht, dass sie die Bitcoin irgendwie technisch weggenommen haben. Nein. Es handelte sich dabei um Straftaten. Und viele der Täter gaben ihre Bitcoin-Schlüssel selbst raus, um eine Strafminderung zu erhalten.

Nun ja, ob die USA wirklich noch alle Bitcoin besitzen, ist fraglich. Zwar ordnet das Analyseunternehmen Arkham gewisse Adressen der Regierung zu, doch das angekündigte Audit von David Sacks blieb aus. Es gibt keinen öffentlichen Beweis, dass die Bestände noch da sind.

Inzwischen hat David den Posten als Krypto-Beauftragter im Weissen Haus verlassen.

2. Strategy (815.061 BTC)

Strategy ist der Vorreiter der Bitcoin Treasury Unternehmen. Das von Michael Saylor gegründete Unternehmen kauft inzwischen fast wöchentlich Bitcoin im Wert von Millionen, manchmal sogar Milliarden Dollar. Der obenstehende Bestand wird also vermutlich bereits höher sein, bis du diesen Beitrag liest.

Strategy hat ein ähnliches Geschäftsmodell wie Metaplanet und Twenty One Capital. Nur geht es noch aggressiver vor und nutzt zusätzliche Finanzinstrumente.

Lass mich auf X wissen, falls ich einen eigenen Beitrag dazu erstellen soll.

1. Satoshi Nakamoto (1.096.361 BTC)

Satoshi Nakamoto, der Gründer von Bitcoin, steht unangefochten auf Platz 1. In den Anfangsmonaten war er selbst als Miner aktiv, um das junge Netzwerk zu stabilisieren.

Seitdem wurden die Coins nicht bewegt.

Dass wir heute so genau wissen, wie viele Bitcoin er besitzt, liegt am sogenannten "Patoshi-Pattern". Analysten haben herausgefunden, dass die frühen Blöcke mit einer ganz spezifischen Einstellung der Software gemined wurden. Anhand des hinterlassenen Musters lassen sich etwa 1,1 Millionen Bitcoin auf Satoshi zuordnen. Sie sind auf über 22.000 Adressen aufgeteilt.

Top 10 Bitcoin-Halter weltweit

Auflistung der Top 10 Bitcoin-Halter weltweit.
Top 10 Bitcoin-Halter weltweit

Bedeutet mehr Bitcoin = mehr Macht?

Zum Schluss möchte ich noch mit einem grossen Missverständnis aufräumen. Wenn du diese Liste siehst, denkst du vielleicht: "Wer so viele Coins besitzt, muss doch das Netzwerk kontrollieren!"

Diese Annahme ist falsch. Und ich verstehe auch, woher sie kommt.

In unserem herkömmlichen Finanzsystem bedeutet Geld meistens Macht. Wer die Mehrheit der Aktien hält, bestimmt die Richtung. Und wer genug Kapital hat, lässt Gesetze zu seinen Gunsten umschreiben. Bei Bitcoin ist das anders. Die Anzahl der Coins hat keinen Einfluss auf die Funktionsweise des Netzwerks.

Selbst wenn Satoshi Nakamoto morgen zurückkommt und beschliesst, die 21-Millionen-Grenze aufzuheben – er kann es nicht. Denn Bitcoin ist dezentral. Die Regeln werden von den Nodes – den tausenden Computern weltweit – bestimmt.

Ein grosser Bestand gibt einem lediglich Marktmacht. Man kann den Preis beeinflussen, wenn man alles verkauft.

Aber über das Protokoll hat niemand mehr Macht – auch Satoshi nicht.


Möchtest du wissen, warum Satoshi die Grenze genau bei 21 Millionen angesetzt hat? Warum nicht bei 10 oder 100 Millionen?

Das erfährst du in meinem nächsten Beitrag:

Warum genau 21 Millionen Bitcoin?
Warum 21 Millionen Bitcoin? Warum hat Satoshi Nakamoto genau dieses Limit gewählt? Ich habe recherchiert. Die Antwort könnte dich überraschen…