Kakeibo: Diese japanische Methode hilft dir, mehr Bitcoin anzusparen
Kakeibo ist eine japanische Methode, mit der du deine Ausgaben um bis zu 35% reduzieren kannst. Wie du sie anwendest und dadurch mehr Bitcoin sparst, erfährst du hier.
In Japan verdient man im Schnitt 35% weniger als in Deutschland. Trotzdem hat der typische Japaner ein höheres Vermögen.
Wie kann das sein?
Japaner haben eine völlig andere Beziehung zu Geld. Ihr Ursprung geht zurück auf eine über 120 Jahre alte Methode. Eine Methode, die heute noch jede Finanz-App und jede Excel-Tabelle in den Schatten stellt. Ich zeige dir, wie du sie nutzt, um mehr Bitcoin anzusparen.
Was Japaner anders machen
Japaner sind bekannt für Disziplin und Bescheidenheit. Egal ob es um pünktliche Züge, perfekt gefaltete Hemden oder blitzsaubere Städte geht – in Japan scheint man nichts dem Zufall zu überlassen.
So ist es auch beim Thema Geld.
Verschwenderisch zu sein, ist verpönt. Es gibt sogar einen eigenen japanischen Begriff dafür: Mottainai. Auf Deutsch übersetzt bedeutet er sowas wie: "Es tut in der Seele weh, etwas wegzuwerfen, dessen tatsächlicher Wert nicht ausreichend genutzt wurde".
Stell dir beispielsweise ein Reiskorn vor: Für uns ist es nur ein simples Reiskorn. In Japan jedoch sieht man die Beziehung zu allem anderen. Das Reiskorn existiert wegen des Bauern, der es gepflanzt hat, des Bodens, der es genährt hat, des Wassers, das darauf fiel, der Hände, die es geerntet haben, und der Person, die es gekocht hat. Dieses Reiskorn zu verschwenden bedeutet nicht nur, Essen wegzuwerfen. Es bedeutet, alle Verbindungen abzulehnen, die es erschaffen haben.
Nun schau dir mal Europa an: Die Lebensmittelabfälle in Schweizer Haushalten liegen pro Jahr bei über 1 Million Tonnen. Das sind fast 120 Kilogramm pro Person. 120 Kilogramm Essen, das eigentlich noch geniessbar ist.
Wir verhalten uns genau entgegengesetzt zur japanischen Philosophie.
Alleine durch die Vermeidung von Food-Waste könnte jeder Schweizer jährlich 620 Franken sparen. Das sind immerhin 0,01 BTC.
Und es gibt noch weitere Philosophien, die wir von den Japanern lernen können:
- Kintsugi: Die Praxis, zerbrochene Keramik mit Goldlack zu reparieren. Im übertragenen Sinn bedeutet es, dass das Geflickte schöner ist als das Makellose. Na, wie oft wirfst du Dinge weg, die man eigentlich noch reparieren kann?
- Hara Hachi Bu: "Iss nur so lange, bis du zu 80% satt bist". Es ist die bewusste Entscheidung, vor der vollständigen Sättigung aufzuhören. Menschen, die diese Regel verfolgen, gelten als gesünder und leben oftmals länger. Oder um es in der Sprache von Geld zu sagen: Du musst nicht dein ganzes Einkommen ausgeben. Wenn du 80% ausgibst und 20% sparst, bist du zufriedener und wohlhabender.
Und hier sind wir im Kern angekommen: Die Kakeibo-Methode. Der Grund, warum diese Methode so gut funktioniert, liegt in allem, was wir gerade besprochen haben. Die Philosophie kommt zuerst. Die Methode ist nur ein Werkzeug, um die Philosophie in die Praxis umzusetzen.
Nun, was ist die Kakeibo-Methode? Und warum hilft sie uns, mehr Bitcoin anzusparen?
Die Kakeibo-Methode einfach erklärt
Alles begann 1904 mit Hani Motoko, Japans erste weibliche Journalistin. Sie entwarf ein System speziell für Hausfrauen, die vom Finanzwesen ausgeschlossen waren – Frauen, die das Haushaltsgeld verwalteten, aber keine Ahnung hatten, wohin es floss oder wie sie die Kontrolle darüber übernehmen konnten.
Hani nannte das System Kakeibo – auf Deutsch: "Haushaltsbuch".
Was Kakeibo von anderen Haushaltsbüchern unterscheidet, erkläre ich dir gleich. Zuerst schauen wir uns seine Vorgehensweise an:
1. Einnahmen erfassen
Nimm einen Stift und Papier und erstelle eine Übersicht, in der du alle Einnahmen aufführst – dein Gehalt und, wenn vorhanden, zusätzliche Einkünfte. So weisst du, wie viel du jeden Monat zur Verfügung hast.
2. Sparziel festlegen
Bestimme einen realistischen Betrag, der am Monatsende übrig bleiben soll. Das ist die Summe, die du sparst beziehungsweise in Bitcoin anlegst.
3. Ausgaben kategorisieren
Notiere (am besten täglich) jeden einzelnen Kauf und jede einzelne Ausgabe. Hierbei ist es enorm wichtig, dass du sie in 4 Kategorien unterteilst:
- Notwendigkeiten (z.B. Miete, Nebenkosten, Lebensmittel)
- Wünsche (z.B. Essen gehen, Kleidung, Hobbys)
- Kultur (z.B. Bücher, Kurse, wertvolle Erfahrungen)
- Unvorhergesehenes (z.B. Reparaturen, Arztbesuche, Nachzahlungen)
4. Regelmässig reflektieren
Am Ende des Monats schaust du dir die Ausgaben nochmals an und stellst dir die folgenden Fragen:
- Was lief gut?
- Was nicht?
- Was hat mir echte Zufriedenheit gebracht?
- Was bereue ich?
- Was könnte ich nächsten Monat anders machen?
Ja, die Kakeibo-Methode ist ziemlich aufwändig. Doch glaub mir, es lohnt sich. Lass uns anschauen, warum.
Warum die Kakeibo-Methode funktioniert
Dazu werfen wir einen Blick auf den typischen Bitcoin-Anleger. Nennen wir ihn "Andreas".
Andreas hat einen soliden Lohn. Er verdient 6.000 CHF netto im Monat und geht bewusst mit seinem Geld um. Er nutzt sogar ein Finanztool, bei dem er jede Ausgabe auf seinem Smartphone trackt: 2.000 CHF für die Miete, 600 CHF für Essen, 400 CHF für die Krankenkasse, usw. Am Ende des Monats sind oft noch 500 CHF übrig, die er ansparen kann. Da Andreas schlau ist, lässt er das Geld nicht auf dem Bankkonto liegen. Er entscheidet sich für eine Investition in Bitcoin und nutzt zum Kauf die Pocket Bitcoin App – natürlich mit dem Empfehlungscode BITCOINREISE. Wie gesagt, er ist schlau. 😉
Nachdem er das erste Mal von der Kakeibo-Methode gehört hat, probiert er sie direkt aus. Und bereits nach wenigen Tagen fällt ihm etwas Erschreckendes auf: Er hat sein Haushaltsbuch jahrelang falsch geführt. Er hat sich nie selbst hinterfragt und er hat immer die falsche Reihenfolge verwendet.
Was meine ich damit?
Andreas' Reihenfolge war: verdienen, ausgeben und sparen, was übrig bleibt. Die japanische Reihenfolge hingegen ist: verdienen, sparen und ausgeben, was übrig bleibt. Sparen kommt vor ausgeben. Andreas hatte nie einen Bitcoin-Sparplan, der direkt nach Gehaltseingang ausgeführt wurde. Das hat er nun geändert.
Und ihm ist das nur aufgefallen, weil er zwei Dinge getan hat: Er hat einen Stift und Papier verwendet und er hat sich selbst reflektiert.
In einer Studie aus Norwegen untersuchten Forscher, was passiert, wenn Menschen mit der Hand schreiben statt auf einer Tastatur zu tippen. Dazu statteten sie 36 Studenten mit einem Hirnscanner aus. Die Ergebnisse waren nicht überraschend: Das Schreiben von Hand aktivierte komplexe Bereiche des Gehirns – insbesondere solche, die mit Gedächtnisbildung und Lernen verbunden sind. Das Tippen hingegen erzeugte fast keine Aktivität in diesen Regionen.
Wenn du Stift und Papier nimmst und schreibst: "30 CHF für Lieferdienst am Mittwochabend ausgegeben", verarbeitest du das auf eine Weise, die das Betrachten eines Balkendiagramms auf einer App einfach nicht kann. Die App zeigt dir, was du getan hast. Du protokollierst. Nur das Aufschreiben lässt dich fühlen, wie gestresst du warst und wie sehr du keine Lust hattest, zu kochen.
Schlussendlich verändern nicht Daten das menschliche Verhalten, sondern Gefühle.
So sparst du mit Kakeibo mehr Bitcoin an
Für Andreas war diese Erkenntnis augenöffnend – vor allem, weil er genau solche Ausgaben kategorisieren musste. In der Finanz-App hätte er einfach "Essen" eingetragen. Mit der Kakeibo-Methode musste er sich aber entscheiden, ob es eine Notwendigkeit oder ein Wunsch war.
Am Monatsende reflektierte Andreas seine Ausgaben und entdeckte, dass er rund 500 CHF für Dinge ausgab, die ihn nicht wirklich erfüllten. Er erinnert sich zurück an das japanische Wort Mottainai: Was für eine Verschwendung!
Schliesslich entschied sich Andreas, seinen Sparplan zu erhöhen. Nun spart er jeden Monat 1.000 CHF in Bitcoin.