Wird Bitcoin jemals wieder auf $125.000 steigen?

Wird Bitcoin jemals wieder sein altes Hoch erreichen? Ein Beitrag von 2011 wirft ein völlig neues Licht auf die aktuelle Lage. Ist die Geschichte am Ende oder fängt sie gerade erst an?

Wird Bitcoin jemals wieder auf $125.000 steigen?

"Bitcoin wird nie wieder $125.000 erreichen. Das Aufwärtspotenzial ist zu gering. Die jüngsten Aufwärtsbewegungen haben keinerlei nachhaltige Wirkung, und die Nachfrage bleibt schwach. Für ein derart risikoreiches Investment gibt es schlicht zu wenig Chancen nach oben."

Vielleicht hast du diese Worte in letzter Zeit öfter gehört. Und ehrlich gesagt: Wenn man sich die aktuelle Marktlage ansieht, fällt es schwer, nicht zumindest ein bisschen ins Grübeln zu kommen. Die Euphorie der letzten Jahre scheint verflogen, die Kurse bewegen sich eher nach unten als nach oben, und viele fragen sich: Ist die Luft bei Bitcoin raus? Ist der Höhepunkt bereits hinter uns?

Lass uns heute mal ganz sachlich und ohne rosarote Brille auf das Thema schauen. Wird Bitcoin jemals wieder auf $125.000 steigen?

Warum Bitcoin am Ende ist

Es gibt gute Gründe, warum viele Menschen aktuell nicht mehr an einen massiven Anstieg glauben.

1. Die Sättigung

Bitcoin ist kein Nischenphänomen mehr. Fast jeder hat schon mal davon gehört. Grosse Institutionen sind investiert, ETFs sind am Start und selbst Staaten haben sich damit befasst. Kritiker sagen: „Jeder, der Bitcoin kaufen wollte, hat es bereits getan. Wer jetzt noch nicht investiert ist, wird es auch in Zukunft nicht mehr tun.“

2. Das Gesetz der grossen Zahlen

Um Bitcoin von $70.000 auf $125.000 zu befördern, braucht es deutlich mehr Kapital als damals von $700 auf $1.250. Je schwerer der Vermögenswert wird, desto mehr Geld muss aufgewendet werden, um ihn nach oben zu drücken. Ist der Markt dafür überhaupt tief genug?

3. Der fehlende Anwendungsfall

Bitcoin existiert nun seit über 17 Jahren. Und trotzdem gibt es in der realen Welt nur wenige Orte, an denen man damit bezahlen kann. Müsste es nach so einer langen Zeit nicht schon Hunderttausende Akzeptanzstellen geben?

Wenn man diese Punkte hört, klingt die Prognose „nie wieder $125.000“ gar nicht so abwegig. Es fühlt sich fast so an, als hätten wir den Gipfel bereits gesehen – als würden wir jetzt nur noch zusehen, wie der Preis allmählich in die Bedeutungslosigkeit versinkt.

Aber – und hier wird es spannend – wir waren schon mal genau an diesem Punkt.

Der Beitrag vom 9. Juli 2011

Erinnerst du dich an meine Worte vom Anfang?

"Bitcoin wird nie wieder $125.000 erreichen..."

Ich muss dir ein kleines Geheimnis verraten: Das Zitat ist nicht neu. Es stammt aus dem Jahr 2011 und wurde so fast wortwörtlich im Bitcointalk-Forum gepostet.

Beitrag im Bitcointalk-Forum vom 9. Juli 2011

Damals lag der Preis gerade mal bei $14,40 – ein 30%-Einbruch von seinem Allzeithoch ein paar Wochen davor.

Ein Nutzer, der sich "BTC Economist" nannte, war felsenfest davon überzeugt, dass Bitcoin nie wieder die $20-Marke knacken würde. In einem weiteren Beitrag argumentierte er, dass die Menschen realisiert haben, dass Bitcoin keinen echten Verwendungszweck, und damit keinen echten Wert habe.

Er dachte, das Experiment würde scheitern.

Heute, über ein Jahrzehnt später, steht Bitcoin tausendfach so hoch. Wer auf den "Economist" gehört hat, hat eine der grössten Wertsteigerungen der Menschheitsgeschichte verpasst. Bitcoin hat Dimensionen erreicht, die man 2011 kaum für möglich gehalten hätte.

Was lernen wir daraus?

Einerseits, dass man nicht auf irgendjemanden im Internet hören sollte. Das gilt übrigens sowohl für den "BTC Economist" als auch für "BitcoinReise". Hinterfrage jede Aussage und triff deine eigenen Entscheidungen.

Andererseits zeigt das Beispiel, dass der frühe Nutzer den wichtigsten Zweck von Bitcoin unterschätzt hat. Und viele tun das heute noch. Bitcoin ist nicht einfach nur ein Spekulationsobjekt. Sein wahrer Wert liegt ganz woanders.

Der wahre Wert von Bitcoin

Jetzt kommt der entscheidende Punkt. Diesen Teil solltest du nicht überspringen.

Schau dir mal die Realität ausserhalb unserer europäischen Komfortzone an:

  • Knapp 2 Milliarden Menschen weltweit besitzen kein Bankkonto. Heisst: Keine Möglichkeit, Überweisungen zu tätigen. Keine Möglichkeit, Zahlungen zu empfangen. Und keine Möglichkeit, Geld zu sparen.
  • Fast 3 von 4 Menschen weltweit leben derzeit in Autokratien. Der Grossteil wird kontrolliert und unterdrückt. Wer die "falsche" Meinung hat, muss mit Jobverlust, Geldstrafen oder Hausdurchsuchungen rechnen – im schlimmsten Fall sogar mit dem Tod.
  • Etwa 900 Millionen Menschen wohnen in Ländern mit Inflationsraten von über 30%. In der Landeswährung zu sparen, ist für diese Leute finanzieller Selbstmord.

Bitcoin setzt genau hier an: Er ist eine Bank für alle, die keine haben. Mit ihm kann jeder Wert senden und empfangen – ohne die Erlaubnis eines Zahlungsdienstleisters oder einer Regierung. Bitcoin ist unzensierbar. Niemand kann dich daran hindern, Zahlungen zu tätigen oder Geld anzusparen. Wer unter einem autoritären Regime lebt, kann es vielleicht sogar schaffen, sein Land zu verlassen. Dank des digitalen Charakters kannst du dein Vermögen mit nur 12 Wörtern im Kopf über jede Grenze mitnehmen. Und dank der Begrenzung auf 21 Millionen ist Bitcoin nicht dem kontinuierlichen Wertverlust der Landeswährung ausgesetzt.

Und hier sind wir beim Kern angekommen.

Bitcoins wahrer Wert basiert auf seiner Funktion als unabhängiger, langfristiger Wertspeicher.

Damit erfüllt er eine ähnliche Rolle wie Gold – nur eben schneller, grenzenlos und digital. Nicht umsonst wird Bitcoin als "digitales Gold" bezeichnet.

Der Vergleich mit dem Dinosaurier

Doch kommen wir zurück zu den $125.000. Ist das für Bitcoin noch realistisch?

Schauen wir uns dafür seinen "grossen Bruder" an: Gold. In den letzten 12 Monaten hat Gold massiv an Wert zugelegt. Seine Marktkapitalisierung ist von unter $20 Billionen auf über $35 Billionen gestiegen.

Das Interessante daran: Gold hat sich dabei nicht verändert. Es ist immer noch dasselbe gelbe Edelmetall. Es ist nicht irgendwie "besser" geworden. Es wurde einfach höher bewertet, weil mehr Menschen nach Sicherheit suchen. Gold ist die klassische Absicherung gegen Geldentwertung und systemische Risiken. Klar, geopolitische Spannungen haben einen Einfluss. Aber der Haupttreiber für den höheren Goldpreis ist der Vertrauensverlust in das traditionelle Geldsystem.

Nun... Was bedeutet das für Bitcoin? Ich bin davon überzeugt, dass Bitcoin irgendwann nachzieht.

Überleg mal: Bitcoin folgt transparenten, unveränderlichen Regeln. Er braucht keinen Mittelsmann und keine rettende Hand vom Staat. Er ist – wie wir gelernt haben – komplett unabhängig. Und in einer Welt, in der das Vertrauen in Zentralbanken sinkt, wird genau diese Eigenschaft wertvoll.

Wenn das System wackelt, wird Unabhängigkeit unbezahlbar.

Stell dir vor, Menschen erkennen, dass Bitcoin in seinem Kern ähnlich funktioniert wie Gold. Dass beide unabhängig sind und genau dann glänzen, wenn das Vertrauen ins System schwindet.

Was passiert dann?

Dann würde Bitcoin im gleichen Rahmen wachsen wie Gold.

Bei einem Preisanstieg von 80% (wie wir ihn bei Gold gesehen haben), würde Bitcoin bereits bei $125.000 stehen.

Und würde die Marktkapitalisierung von Bitcoin um denselben Betrag steigen wie die von Gold im letzten Jahr – also um die gigantischen $15 Billionen – dann würde ein einziger Bitcoin bei $820.000 landen.

Verrückt? Vielleicht.
Unmöglich? Keinesfalls.

Wird Bitcoin jemals wieder auf $125.000 steigen?

Um die Eingangsfrage nochmals aufzugreifen: Ja, Bitcoin wird sehr wahrscheinlich wieder auf $125.000 steigen. Er wird vermutlich sogar noch viel höher gehen. Das ist zumindest meine persönliche Meinung – und natürlich keine Investmentempfehlung oder Finanzberatung.

Wie siehst du das? Wird Bitcoin jemals wieder sein altes Hoch erreichen? Und falls ja, wann? Schreib mir deine Einschätzung auf X!