7 unbekannte FAKTEN über Bitcoin, die NIEMAND kennt!

Wusstest du, dass Bitcoin einen Hard Fork braucht, um langfristig zu überleben? Oder wusstest du, dass El Salvador gar nicht der erste Staat war, der Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert hat? Heute präsentieren wir dir 7 Fakten, die du garantiert noch nicht kennst!

7 unbekannte FAKTEN über Bitcoin, die NIEMAND kennt!

Was, wenn ich dir sage, dass El Salvador gar nicht der erste Staat war, der Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert hat? Oder wenn ich dir sage, dass Bitcoin einen Hard Fork benötigt, um langfristig zu überleben?

Hört sich ziemlich unglaubwürdig an, nicht wahr?

Na, dann sei gespannt und lies den Beitrag bis zum Ende. Denn heute präsentieren wir dir 7 Fakten über Bitcoin, die du garantiert noch nicht kennst!

7 unbekannte Fakten über Bitcoin

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Zu faul, um alles zu lesen?
1. Es gab mehr als 21 Millionen Bitcoin
2. Von wegen El Salvador! Liberland war der erste Staat
3. Weg ist Weg
4. Die grösste Transaktion betrug 500'000 BTC
5. Bitcoin hätte Netcoin heissen können
6. Bitcoin benötigt einen Hard Fork
7. Es dauert 34 Jahre, bis der letzte Bitcoin geschürft ist

1. Es gab mehr als 21 Millionen Bitcoin

Dass es nicht ganz genau 21 Millionen Bitcoin geben wird (sondern nur 20'999'999,9769), ist unter Bitcoinern allgemein bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass es in der Vergangenheit zu einem Zeitpunkt mehr als 21 Millionen gab. Um etwas präziser zu sein: Über 184 Milliarden.

Wie das passieren konnte?

Durch den "Value Overflow Incident", der am 15. August 2010 stattfand. Ein unbekannter Angreifer nutzte einen Fehler im Code aus und verteilte mehr als 184 Milliarden Bitcoin auf 3 unterschiedlichen Adressen. Dies war möglich, weil der Code zur Überprüfung von Bitcoin-Transaktionen (bei der Summierung sehr grosser Outputs) nicht korrekt funktionierte.

Innerhalb von fünf Stunden nach der Entdeckung veröffentlichte Satoshi Nakamoto eine neue Version des Bitcoin-Clients. Wenige Zeit später übernahmen die Nodes die verbesserte Blockchain und lehnten die andere ab.

Seither gab es nur ein weiteres Ereignis, das zu einem Ausfall des Netzwerks geführt hat. Damit kann das Bitcoin Netzwerk eine Uptime von 99,988% aufweisen.

In den letzten 10 Jahren sogar von 100%.

Unfassbar, wenn man an dessen Start zurückdenkt und sich in Erinnerung ruft, welchen Angriffen Bitcoin täglich ausgesetzt ist.

2. Von wegen El Salvador! Liberland war der erste Staat, der Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert hat

Ich weiss, was du gerade denkst: "Liberland - Was soll das für ein Land sein?!"

Auch mir ging es so, als ich zum ersten Mal davon gehört habe.

Die Freie Republik Liberland ist ein international (noch) nicht anerkannter Staat, der an der Grenze zwischen Kroatien und Serbien liegt. Doch weder Kroatien noch Serbien waren vor einigen Jahren an dem sieben Quadratkilometer grossen Gebiet interessiert.

Deshalb hat es Vít Jedlička im April 2015 zu seinem eigenen Staat proklamiert und sich selbst als Präsidenten ernannt.

Sein Ziel?

Die individuelle Freiheit der Bürger zu schützen und ein Land zu etablieren, in dem der staatliche Einfluss auf ein Minimum beschränkt ist. So, dass ein echter freier Markt entstehen kann.

Die offizielle Staatsangehörigkeit konnte man damals mit Bitcoin bezahlen.

Auch wenn der rechtliche und wirtschaftliche Status des Mikrostaats mehr als umstritten ist, so kann man doch argumentieren, dass Liberland der erste Staat der Welt war, der Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert hat.

Bevor du als Bitcoiner aber gleich deine Koffer packst und nach Liberland ausreist: Das Land ist (noch) nicht bewohnbar und hat in der Zwischenzeit eine eigene Kryptowährung eingeführt. Dieser Fakt sollte daher nur mit einem Augenzwinkern betrachtet werden. 😉

Hingegen ist der nächste Fakt sehr ernst zu nehmen!

3. Weg ist Weg

Okay – wer schon den ein oder anderen BitcoinReise Beitrag verfolgt hat, weiss das bereits.

Trotzdem wollen wir es nochmals wiederholen, weil es einfach extrem wichtig ist:

Ist der Zugang zu den privaten Schlüsseln deiner Bitcoin Adresse erst einmal verloren, sind deine Bitcoin weg. Es besteht keine Möglichkeit, jemals wieder an den wertvollen Inhalt heranzukommen.

Diese schmerzhafte Erfahrung mussten schon einige Menschen machen.

Darunter auch James Howells. Der IT-Spezialist und frühe Miner warf im Jahr 2013 versehentlich eine Festplatte weg. Eine Festplatte, auf welcher der Zugang zu 7'500 Bitcoin gespeichert war.

Ein verheerender Fehler. Denn die verlorenen Bitcoin wären heute etwa 225 Millionen USD wert!

Die Festplatte liegt wohl irgendwo auf der Mülldeponie in der Nähe von Newport in Wales. Noch immer versucht James, gemeinsam mit einem professionellen Team, die Genehmigung zum Durchsuchen der Deponie zu erhalten. Doch noch immer steht er vor einer verschlossenen Tür.

Was wir daraus lernen können? Not your keys, not your coins.

Bewahre die Schlüssel zu deinen Bitcoin stets an einem sicheren Ort auf und vor allem: Wirf sie nicht weg!

4. Die grösste Transaktion betrug 500'000 BTC

Wir schreiben den 16. November 2011. Ein anonymer Nutzer versendet 500'000 BTC an eine einzige Adresse.

Bis dato ist das (gemessen in Bitcoin) die grösste Transaktion, die jemals durchgeführt wurde. Und bis dato sind sowohl Versender als auch Empfänger unbekannt.

5. Bitcoin hätte Netcoin heissen können

Bevor Satoshi Nakamoto, der anonyme Erfinder von Bitcoin, das Whitepaper veröffentlichte, hatte er eine neue Domain registriert.

So erblickte die Domain Bitcoin.org am 18. August 2008 das Licht der Welt.

Bitcoin.org wurde über den japanischen Domainservice AnonymousSpeech gekauft. Das kuriose dabei? Nur ein Tag zuvor wurde auf der gleichen Plattform die Domain Netcoin.org gesichert.

Es scheint so, als hätte sich Satoshi zunächst beide Namen offengehalten und sich erst später für Bitcoin entschieden.

Auf Netcoin.org wurden jedoch nie Inhalte hochgeladen.

Zumindest nicht zu seiner Zeit. Erst als eine andere Person den Domainnamen übernahm, wurde Content auf der Webseite veröffentlicht.

6. Bitcoin benötigt einen Hard Fork

Ja, du hast richtig gelesen. Bitcoin benötigt einen Hard Fork, um langfristig zu überleben.

Der Code, der heute von den Netzwerkteilnehmern genutzt wird, wird voraussichtlich im Jahr 2106 nicht mehr funktionieren. Nutzer werden nicht mehr in der Lage sein, Bitcoin zu versenden und Miner, die das globale Netzwerk absichern, werden ihre Arbeit einstellen müssen.

Denn Bitcoin wird nach der Blocknummer 5101541 einfach stehen bleiben.

Der Fehler ist simpel. Aufgrund einer Einschränkung in der Art und Weise, wie die Blocknummern gespeichert werden, gehen die Nummern nach Block 5101541 aus. Mit anderen Worten: Bei einer Blockhöhe, die über 80 Jahre in der Zukunft liegt, wird es unmöglich sein, neue Blöcke zu erzeugen.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass das Problem leicht zu lösen und bei den Entwicklern schon seit einigen Jahren bekannt ist.

Nichtsdestotrotz, benötigt die Änderung einen Hard Fork. Also eine Anpassung des Bitcoin Protokolls, bei der die neue Version nicht mehr mit der alten Version kompatibel ist. Jeder Miner und jede Node muss entsprechend seine Software aktualisieren. Und jeder, der es nicht tut, wird mit einer Version von Bitcoin zurückgelassen, die zu keinerlei Aktivitäten mehr fähig ist.

Aus diesem Grund werden sich vermutlich Entwickler und Community einig sein und die Änderung einstimmig annehmen.

Im Jahr 2106 passiert aber noch was anderes.

7. Es dauert 34 Jahre, bis der letzte Bitcoin geschürft ist

Die Blocksubvention beträgt aktuell 6,25 Bitcoin und wird ca. alle 4 Jahre halbiert. Das führt dazu, dass voraussichtlich von 2106 bis 2140 insgesamt nur noch ein einziger Bitcoin vom Netzwerk ausgegeben wird.

Ein einziger Bitcoin in 34 Jahren.

Wenn du heute also einen ganzen Bitcoin besitzt, besitzt du (bzw. deine Kinder und Enkelkinder) einen Gegenwert von 34 Jahren Rechenleistung.

Ganz schön krass, oder?

Fazit

Wahrscheinlich gibt es noch viele weitere unbekannte Fakten. Kennst du welche? Lass es uns gerne auf Twitter wissen!

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