Die Marketingabteilung von Bitcoin: Auf dem Weg zur Massenadoption.

Im Gegensatz zu einem Unternehmen verfügt Bitcoin nicht über ein zentrales Marketing-Team. Trotzdem schafft es Bitcoin, seine Bekanntheit immer weiter zu erhöhen. Wie gelingt das? Und warum sind Bitcoiner dabei zweitrangig? Heute lernst du das wahre Marketing-Genie von Bitcoin kennen.

Die Marketingabteilung von Bitcoin: Auf dem Weg zur Massenadoption.

Heutzutage scheint es so, als verfüge jedes Blockchain-Projekt über enorme Geldsummen. Geldsummen, die es vor allem in Social Media und Influencer Marketing steckt.

Das Ziel der Marketingabteilung ist klar: Möglichst viele Leute für ihre Kryptowährung zu begeistern.

In den besten Fällen sind ihre Absichten gut und die Umsetzung schlecht. Doch in den meisten Fällen ist es genau umgekehrt. Ihre Absichten sind schlecht und ihre Umsetzung einwandfrei. Die Geschichte der Krypto-Betrügereien spricht schliesslich für sich.

Bitcoin hingegen hat kein zentrales Marketing-Team.

Zumindest keines im traditionellen Sinne. Wie auch? Bitcoin ist kein Unternehmen. Er hat weder eine Führungsperson noch jemanden, der die Richtung vorgibt. Sein Netzwerk ist dezentral organisiert.

Wie schafft es Bitcoin trotzdem, seine Bekanntheit zu vergrössern und potenzielle Interessenten zum Kauf zu überzeugen? Wie kommt es zur Massenadoption?

Durch uns Menschen?

Naja... Du und ich sind zweitrangig, wenn ein Marketing-Genie nicht mitspielt...

Warum braucht Bitcoin Marketing?

Jeder weiss, wofür ein Unternehmen Marketing betreibt: Es macht seine Produkte bekannter, es verbessert sein Image und es erhöht dadurch (hoffentlich) seine Verkaufszahlen. Apple erreicht das durch ein hochwertiges Produktdesign. IKEA durch ein einzigartiges In-Store-Erlebnis. Und Amazon durch den schnellen Versand.

Generell muss sich eine Firma unzählige Fragen stellen: Wie hoch setze ich den Preis fest? Wie will ich wahrgenommen werden? Was ist mein Alleinstellungsmerkmal? Und wie kommuniziere ich dieses nach aussen?

Bitcoin ist hier nur teilweise vergleichbar.

Denn das Produkt – ein dezentrales Geld, das auf 21 Millionen Einheiten begrenzt ist – existiert bereits. Daran lässt sich nicht mehr rütteln.

Es geht also nur noch darum, Leute auf das Produkt (bzw. den Bitcoin) aufmerksam zu machen, Interesse zu wecken, Vertrauen zu schaffen und zum Kauf zu bewegen.

Kurzgesagt: Marketing ist wichtig, damit Bitcoin weiter wächst und die Adoption zunimmt.

Wie in einem Unternehmen hat diese Aufgabe in Bitcoins Anfangszeiten eine zentrale Marketingstelle übernommen:

Satoshi Nakamoto.

Wie sich das Bitcoins Marketing über die Zeit verändert hat

So hat er im Bitcointalk-Forum gepostet und folglich seine Mitmenschen über Bitcoin aufgeklärt. Doch mit dem Dazukommen von weiteren Teilnehmern und dem späteren Verschwinden des pseudonymen Gründers wurde die Marketing-Aufgabe immer mehr auf die Nutzer verteilt und ist nun (genauso wie das Netzwerk) dezentralisiert.

Die Zeiten als Bitcoin nur einen Slogan hatte, sind damit vorbei.

Inzwischen gibt es ebenso viele Werbesprüche und Leitgedanken wie Teilnehmende im Netzwerk.

Bitcoin ist die bekannteste Kryptowährung. Bitcoin ist Freiheit. Bitcoin ist eine Number Go Up Technologie. Bitcoin ist Zeit. Bitcoin ist Hoffnung. Oder auch: Gesundes Geld für eine gesunde Welt. Jeder Nutzer hat seine eigene Strategie, wie er Bitcoin in die Welt trägt.

Dabei sollte dir jedoch eines bewusst sein:

Du bist Teil des Marketing-Teams von Bitcoin

Es sind nicht nur Podcaster und Youtuber, die mit ihrer Reichweite die Bekanntheit der virtuellen Währung vergrössern können. Nein. Youtuber wie wir haben sich lediglich für den digitalen Kommunikationsweg über Videos entschieden.

Word of Mouth bzw. Mundpropaganda kann genauso eine Strategie sein.

Bist du von Bitcoin überzeugt, kannst du dies beispielsweise deinen Freunden und Bekannten mitteilen. Das erhöht nicht nur die Aufmerksamkeit des Digitalgelds, sondern schafft gleichermassen Vertrauen.

Jeder der auf irgendeine Weise Bitcoin nutzt oder in Bitcoin spart, ist Marketingmitarbeiter der dezentralen Währung.

Auch du!

Das Schöne dabei? Du hast keinen Chef, der dir sagt, was du machen musst. Keiner, der dir Arbeitsanweisungen gibt und keiner, der dich ständig kontrolliert. Naja, ausser vielleicht die Bitcoin Community, wenn du aus Versehen einen leichtsinnigen Tweet verfasst hast.

Eine grosse Verantwortung trägst du dennoch.

Wie du dich gibst und wie du über das dezentrale Geld sprichst, hat direkte Auswirkungen darauf, wie Aussenstehende Bitcoin wahrnehmen.

Und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind: Wir machen hier keinen guten Job.

Bitcoin kann für Neulinge schnell abschreckend wirken, wenn wir unsere starke Überzeugung vermitteln wollen. Es kann sich idiotisch anhören, wenn wir davon sprechen, wie Bitcoin (aus Sicht eines Dritten ein Spekulationsobjekt) die Welt verändern wird. Und es ist kontraproduktiv, wenn andere uns als toxisch bezeichnen und die Bitcoin Gemeinschaft als eine Sekte ansehen.

Jeder von uns (mich eingeschlossen) sollte seine Ausdrucksweise kritisch hinterfragen und versuchen, sich besser in die andere Person hineinzuversetzen.

In Sachen Marketing gibt es noch viel Luft nach oben.

Der Bitcoin Preis: Das grösste Marketing-Genie

Zum Glück gibt es ein Marketing-Genie, das weiss, wie man das Interesse von potenziellen Käufern weckt. Ein Genie, das weiss, wie man tausende, ja sogar Millionen von Menschen zu einem Bitcoin-Kauf überzeugt. Ein Genie, namens der Bitcoin Preis.

Lass uns das erklären:

Erinnerst du dich an deine Anfangszeit? Wann hast du das erste Mal von Bitcoin gehört? War es, weil ein Freund davon erzählt hat? Oder war es, weil die Medien darüber berichtet haben?

Wahrscheinlich war es (direkt oder indirekt), weil der Bitcoin Preis angestiegen ist.

So erhielt er erst dadurch Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit. Ohne einen Zuwachs im Preis hätte weder eine regionale Zeitung darüber geschrieben, noch die Tagesschau einen Beitrag dazu erstellt. Und schon gar nicht hätte dein Nachbar von seinen riesigen Gewinnen erzählt.

Die meisten Menschen beginnen ihre Bitcoin-Reise, weil der Preis nach oben schiesst. Man denkt, man könnte mit Bitcoin reich werden. Oder sich zumindest einen finanziellen Vorteil verschaffen.

Das war auch bei mir persönlich so.

Fazit

Der starke Preisanstieg ist das beste Marketinginstrument.

Ohne ihn wären wohl kaum so viele Leute auf Bitcoin gestossen. Und ohne einen zukünftigen Preisanstieg wird es für uns als Marketingmitarbeiter wahrscheinlich schwierig, andere von Bitcoin zu überzeugen. Gerade weil eine Kernbotschaft – die Absicherung gegen die Geldmengeninflation der Zentralbanken – dann nicht mehr glaubhaft wäre.

Bisher hat jedes Halving (also jede Halbierung der Blocksubvention) zu einem Angebotsschock und damit zu einem starken Preisanstieg geführt.

Und nach jedem Preisanstieg gibt es eine Handvoll Leute, die sich näher mit dem Thema beschäftigen und sich entscheiden, Bitcoin langfristig zu halten.

Ob Satoshi Nakamoto wusste, dass dieser Effekt eintreten würde?

Wie dem auch sei: Wir werden sehen, ob sich der 4-Jahrestrend weiterhin wiederholen wird. Nächstes Jahr sollte es zumindest wieder so weit sein.

Denn wir stehen kurz vor dem 4. Halving.

Bevor dieses allerdings eintritt, übernimmt die Bitcoin Community die Rolle der Marketingmitarbeiter. Darunter auch wir, indem wir jede Woche einen neuen Artikel über Bitcoin veröffentlichen.