Warum „arm aussehen“ wichtig ist (vor allem mit Bitcoin)
Arm aussehen ist der Weg zum Glück: Wer bescheiden und bodenständig lebt, wird vermögender, gelassener und zufriedener. Mit Bitcoin wird diese Haltung sogar zur überlebenswichtigen Strategie.
Wir leben in einer Welt, in der Konsum und Status mehr wertgeschätzt werden als Bescheidenheit und Substanz. Schau dir mal Instagram oder TikTok an. Jeder prahlt mit Luxusuhren und Supersportwagen. Es ist ein einziges Wettrüsten um Anerkennung.
Aber hier ist die Wahrheit, die dir kein Influencer verrät: Wenn du der Statusjagd entkommst, wirst du wohlhabender, gelassener und glücklicher.
Besonders wenn du in Bitcoin investiert bist, ist „maskierter Wohlstand“ eine überlebenswichtige Taktik. Warum? Lass uns in die 5 Gründe eintauchen, warum es die beste Entscheidung deines Lebens ist, arm auszusehen.
Beginnen wir direkt mit dem ersten Grund:
1. Es vereinfacht dein Leben
Um zu verstehen, wie dich Einfachheit vermögender macht, stell dir vor, jemand schenkt dir einen Lamborghini. Im ersten Moment bist du euphorisch. Endlich erhältst du auf der Strasse Respekt und Aufmerksamkeit.
Aber nach ein paar Wochen holt dich die Realität ein. Die Kosten für die Versicherung sind fünfmal so hoch wie bei einem normalen Wagen. Du musst an der Zapfsäule den Premiumsprit auswählen. Und die Reifen kosten ein Vermögen. Allein der jährliche Service verschlingt über 3'000 CHF. Und lass mich gar nicht erst von bestimmten Ersatzteilen anfangen – auf die musst du unter Umständen monatelang warten.
All diese Probleme treten auf, obwohl du den Lamborghini kostenlos bekommen hast.
Das ist der Diderot-Effekt. Benannt nach dem französischen Philosophen Denis Diderot. Er beschrieb, wie ein geschenkter, scharlachroter Morgenrock sein ganzes Leben ruinierte. Plötzlich passten sein alter Schreibtisch und seine Wände nicht mehr zum prachtvollen Rock. Sie sind so farblos und langweilig geworden. Also ersetzte er alles, bis er schliesslich hochverschuldet war.
„Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge.“, sagte Diderot bekanntlich.
Das ist der Grund, warum meiner Meinung nach Bescheidenheit essenziell ist. Jede teure Anschaffung zieht Folgekosten nach sich. Wenn die monatlichen Ausgaben zu hoch werden, könnte es sein, dass du an deinen aktuellen Arbeitsplatz gefesselt wirst. Und wenn dir deine Arbeit keinen Spass macht, ist das umso bedrückender. Wahrscheinlich bist du ängstlicher, einen neuen Job zu suchen oder den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Einfach, weil du sicherstellen musst, dass du genug Geld hast, um alle Rechnungen zu bezahlen.
Arm auszusehen vereinfacht nicht nur dein Leben, es gibt dir mehr Optionen und innere Ruhe.
2. Es ist schlichtweg billiger
Wer keine Designer-Shirts kauft und nicht jedem neuen iPhone-Release hinterherrennt, hat schlicht mehr Geld zum Sparen und Investieren.
Wie viele Leute kennst du, die ein perfekt funktionierendes Smartphone haben, aber sofort upgraden, weil das neueste ein cooles, neues Feature hat?
Kürzlich veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass fast ein Drittel aller Deutschen von der Hand in den Mund leben. Wer diese Situation vermeiden möchte (oder zumindest das Risiko reduzieren), sollte einen möglichst günstigen Lebensstil pflegen. Auf diese Weise kannst du auf Dinge sparen, die dich wirklich erfüllen. Zum Beispiel eine Reise nach Südafrika, einen interessanten Handwerkskurs oder einen Segelschein. Oder du kaufst dir Zeit zurück.
Jeder Franken, den du heute nicht für unnützen Kram ausgibst, könnte in Zukunft ein Vielfaches wert sein.
Angenommen, du sparst durch deinen neuen Lebensstil 500 CHF im Monat. Nach einem Jahr sind das 6'000 CHF. Nach 20 Jahren sind das bereits 120'000 CHF. Und wenn du sie stattdessen investierst, beispielsweise in Bitcoin, könnten es sogar über 500'000 CHF sein (Annahme: mindestens 13% Rendite pro Jahr).
Also, werde nicht Sklave deines eigenen Konsums.
3. Du bist glücklich mit dem, was du hast
Ich glaube, wir sind oft nicht dankbar genug für die Dinge, die wir bereits haben: Ein bequemes Bett, sauberes Trinkwasser, genug zu essen, usw. Es gibt so viele Länder, die diese Grundlagen nicht haben.
Wenn wir uns nicht übermässig viel gönnen, haben wir mehr Zeit, das wertzuschätzen, was wirklich zählt. Für mich sind das meine Gesundheit, soziale Kontakte und einen Sinn in meiner Arbeit. Wenn ich dann noch Essen und ein Dach über dem Kopf habe, bin ich eigentlich schon zufrieden.
Dankbarkeit hilft uns, das zu vermeiden, was Forscher als „hedonistische Tretmühle“ bezeichnen.

Das ist die Tendenz des Menschen, trotz grosser Veränderungen in seinem Leben zu einem relativ stabilen Glücksniveau zurückzukehren. Der neue Sportwagen? Nach wenigen Wochen ist es nur noch ein Fortbewegungsmittel. Der neue Gucci-Gürtel? Er gibt dir einen kurzen Dopamin-Kick, aber nach wenigen Tagen ist er nur noch ein Stück Leder. Und der riesige Lottogewinn? Wie eine Studie aus 1978 zeigt, macht selbst er nicht glücklicher.
Gibt es überhaupt etwas, mit dem sich das Glücksniveau nachhaltig erhöhen lässt?
Sicher nicht mit materiellem Müll, da ist sich die Wissenschaft einig. Und auch andere Dinge, die Geld kosten, machen keinen grossen Unterschied. Laut der längsten Glücksstudie der Welt, der Harvard Study of Adult Development, gibt es vor allem einen wichtigen Faktor. Und dieser ist neben dem Glück ebenso zuständig für die Gesundheit: Es sind gute Beziehungen.
Und das bringt mich zum nächsten Punkt.
4. Du ziehst die richtigen Menschen an
Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit in Singapur. Ich war für ein paar Monate dort, um mein Auslandssemester zu absolvieren, und war oft mit anderen Studenten unterwegs.
Einer von ihnen – nennen wir ihn Steven – stammte aus London, und man merkte ihm sofort an, dass er den luxuriösen Lebensstil liebte. Seine teuren Markenkleider und seine goldene Rolex stellte er gerne zur Schau. Er war sehr beliebt und viele wollten mit ihm befreundet sein. Ich ebenfalls. Klar, ich war 20 Jahre alt und wollte auch mal im Infinity Pool vom Marina Bay Sands schwimmen.
Doch je länger ich in Singapur war, desto mehr realisierte ich, dass seine Freunde nicht wegen ihm, sondern wegen seines Lebensstils befreundet sind. Es schien mir alles so fake. Und ich selbst war Teil davon.
Ich gab Geld in schicken Restaurants aus, die nicht mal wirklich gut waren. Ganz ehrlich, ein Teller voll Chicken Rice im Lau Pa Sat schmeckte besser.
Was ich damit sagen will: Wenn du damit prahlst, dass du Geld hast, könnte jemand wie Steven in dein Leben kommen. Jemand, der dich dazu ermutigt, mehr Geld auszugeben. Oder noch schlimmer: Du ziehst Menschen an, die nur wegen deines Geldes mit dir befreundet sind. Meiner Meinung nach sind das die falschen Leute.
Wenn du stattdessen bescheiden lebst, findest du eher Menschen, die dich für deinen Charakter schätzen. Für das, was du wirklich bist. Und das sind für mich authentische und erstrebenswerte Freundschaften.
Arm auszusehen ist also eine einfache Methode, um Menschen auszusortieren, die aus den falschen Gründen deine Freunde sein möchten.
Und zu guter Letzt:
5. Du wirst nicht zur Zielscheibe
Das ist der Punkt, der vor allem für Bitcoiner kritisch ist.
Wenn du online oder im echten Leben mit deinem Portfolio, deinen Uhren und deinen Autos angibst, wissen die Leute, dass du viel Geld hast. Und das macht dich zur Zielscheibe. Raubüberfälle und Erpressungen passieren jeden Tag – genauso wie Entführungen.
Erst vor kurzem wurden in Frankreich eine Frau und ihre Mutter gekidnappt. Der Grund? Der Partner der Frau führte ein erfolgreiches Kryptounternehmen. Die Täter forderten ein Lösegeld in Bitcoin im Wert von über einer Million Euro.
Warum solltest du dieses Extra-Risiko in dein Leben einladen? Ein unauffälliges Profil schützt dich und deine Familie.
Niemand kann dir nehmen, wovon er nicht weiss, dass du's hast.
Übrigens: Ein Mann entdeckte die beiden Frauen und konnte sie 30 Stunden nach der Tat befreien. Zum Glück!
Trotzdem gilt: Wenn du Bitcoin hast, dann prahl nicht damit. Und wenn du kein Bitcoin hast, dann wird's Zeit, dass du dich damit auseinandersetzt.
Mein untenstehender Beitrag dient als erster Einstieg.

